RMN050 DESY Hamburg TdoT 2017

Foto: DESY Fotobox

In einer 2-Jahres-Frequenz öffnet das Helmholtz-Forschungszentrum DESY in Hamburg seine Türen für die allgemeine Öffentlichkeit. Im Jahr 2017 fand dies im Rahmen der Veranstaltung “Nacht des Wissens” am 4. November statt. Nachdem sowohl unser Hörer Andre Heinrichs, als auch Stefan May vom DESY von unserem Besuch des Schwerionen-Beschleunigers bei der GSI in Darmstadt im Mai erfahren hatten, machten sie Lars unabhängig voneinander auf diesen besonderen Tag in Hamburg aufmerksam. Grund genug also, dass Lars und ich uns auf den Weg machten, auch das “Deutsche Elektronen Synchroton” kennen zu lernen. Wir waren von der Größe des Geländes und der Vielzahl der dort vorgehaltenen Forschungseinrichtungen sehr beeindruckt. Und fast auch ein wenig entmutigt, denn schnell wurde klar, dass ein vollständiger Rundgang in der zur Verfügung stehenden Zeit unmöglich zu leisten gewesen wäre. So wurde unser Besuch hauptsächlich von spontaner Neugier geleitet. Wir kamen stellenweise aus dem Staunen nicht heraus. – Technischer Hinweis: Leider konnte ich nicht die Namen aller GesprächspartnerInnen erfolgreich recherchieren. Ich bitte daher diejenigen, deren Name fehlt oder nur phonetisch ähnlich dort steht, um Verständnis. All jenen und denen, die ich im DESY Telefonbuch finden konnte, ein ganz herzliches Dankeschön für ihre ausführlichen und freundlichen Erklärungen.

Aufnahme vom 04.11.2017 – Dauer: 5:55:55
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Foto: Lars Naber

 

 

Foto: Lars Naber

 

Foto: Lars Naber

 

 

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RMN049 Beim Geld hört die Freundschaft auf

“Beim Geld hört die Freundschaft auf!” so sagt der Volksmund. Aber ist das wirklich so? Gibt es nicht auch einen Umgang mit dem Thema Geld, ohne bestehende Freundschaften zu gefährden und die Stimmung zu ruinieren? Das Thema Monetarisierung erlebt im Podcastland gerade eine besondere Blüte. Es liegt Goldgräberstimmung in der Luft. Nachdem die ersten wilden Jahre des Probierens und des spielerischen Herumtollens vorbei sind, stellen sich manche AnbieterInnen offenkundig die Frage, ob mit ihren Episoden auch in irgendeiner Weise Geld verdient werden könnte. Und es sei gleich klar gesagt: Das ist eine legitime Frage, für die es keine Standardantwort gibt. Das kann nur jede und jeder für sich selbst entscheiden. Wenn die Diskussion ums Geldverdienen aber das Gespräch um Formate, Inhalte und Themen verdrängt, dann sind auch diejenigen davon berührt, die keine finanziellen Absichten haben. Hat das dann Auswirkungen auf das Zusammenwirken und das Gelingen einer Podcastkonferenz, wie der subscribe9?

Aufnahme vom 28.10.2017 – Dauer: 1:08:07

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mit mir am am Tisch saßen:

Katrin Rönicke (@dieKadda) | hauseins Podcastlabel
Jan Schümann (@fair_sein) | Hör doch mal zu – Podcast
Frank Elsner (@mailonator) | Hör doch mal zu – Podcast
Jörn Schaar (@schaarsen) | Jörn Schaars feiner Podcast

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RMN048 Spurensuche auf der Hütte

Zu irgendeinem Weihnachtsfest in den letzten Jahren schenkte meine Mutter mir ein Foto. Es ist die Reproduktion eines alten Schwarzweiß-Bildes und zeigt vier Männer in Arbeitskleidung an einem Tisch. Es sieht aus, als säßen sie in einer kurzen Arbeitspause zusammen. Einer von ihnen trägt den Schutzhelm noch auf dem Kopf. Dieses Bild ist für mich ein besonderes Bild. Denn einer der vier Männer ist mein Vater. Er lebt nicht mehr. Er starb schon, als ich erst neun Jahre alt war. Das ist nun 43 Jahre her und meine Erinnerung an ihn ist sehr lückenhaft. Was ich aber weiss: Er hat zuletzt auf der Henrichshütte In Hattingen gearbeitet. Dort ist vermutlich auch das Foto entstanden. Das Foto begleitet mich seit einiger Zeit recht intensiv. Mein Vater wirkt auf dem Bild sehr zufrieden. Ich schaue es gern an. Mit Bild-Zeitung, Bierflasche und Kaffeetasse auf dem Tisch, ist es fast eine Milieustudie aus der Welt der Stahlarbeiter aus dem letzten Jahrhundert. Viel ist davon im Ruhrgebiet nicht übrig geblieben. Auch die Henrichshütte gibt es längst nicht mehr. Wo einst Stahl gekocht und verarbeitet wurde, gibt es aber ein Industriemuseum. Und dort habe ich mich, gemeinsam mit meinem Bruder Peter, auf Spurensuche nach meiner, besser “unserer”, Vergangenheit gemacht.

Aufnahme vom 24.10.2017 – Dauer: 2:47:32

Hinweis:
Das Signalhorn am Schluss stammt aus dem EU-Projekt workwithsounds.eu
(mehr dazu in den Shownotes).

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RMN047 Innsbruck von oben

Foto: Tine Nowak

Lars Naber und ich haben das diesjährige “GanzOhr”, also das Treffen der Wissen{schaft}spodcasterInnen in Innsbruck, um einen Tag touristisch verlängert und die Gelegenheit genutzt, auf die Hafelekarspitze zu steigen. Lars hatte im Vorfeld die Idee geboren und ich mich dankbar angeschlossen. Bei Traumwetter waren wir mit Standseilbahn und zwei Gondelbahnen am Tag vor unserer Konferenz auf den Berg gefahren und konnten dort eine atemberaubende Fernsicht genießen. Lars konnte außerdem einige Geocaches “heben”, wobei ich ihm neugierig über die Schulter schauen durfte. Das war spannend, aber pssst, viel mehr wird auch nicht verraten.

Aufnahmen vom 21. bis 26.09.2017 – Dauer: 3:07:09
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Foto: Lars Naber

Foto: Lars Naber

Foto: Lars Naber

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RMN046 ganzohr2017 – Vorstellungs- und Feedbackrunde

17 Podcasterinnen und Podcaster bzw. Hörerinnen und Hörer, die sich besonders für das Thema “Wissen” interessieren, kamen am Wochenende des 23. und 24. September 2017 zum jährlichen Gedankenaustausch “ganzohr” zusammen. Nach einer thematisch leicht anders fokussierten Vorgängerveranstaltung im Jahr 2013 gibt es dieses Treffen nun in stetiger Abfolge seit 2014. Nach Witten und Stuttgart war der Austragungsort diesmal die alpenländische Stadt Innsbruck, in die Melanie Bartos eingeladen hatte. Bei Vorträgen und Workshops im Barcamp-Stil konnten wieder viele Ideen ausgetauscht werden. Zwei Gastvorträge erweiterten außerdem das Themenspektrum und gaben einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Doch auch die Ränder realer Teller spielten eine bedeutende Rolle. So kam das “Socialising” in den inoffiziellen Teilen an den Abenden auch nicht zu kurz. Wie in den Vorjahren haben wir bei der Vorstellungs- und bei der Feedbackrunde ein Mikrofon herumgehen lassen. Zwischendurch ließ uns Lars Naber (@susticle) hören, wie “ganzohr 2017” im Morsecode klingt.

Aufnahmen vom 23. und 24.09.2017 – Dauer: 0:34:51

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RMN045 Tag der Luftfahrt 2017

Am Wochenende des 24. und 25. Juni 2017 fand in Deutschland der “Tag der Luftfahrt” statt. An verschiedenen Orten wurden aus diesem Anlass besondere Aktionen auf deutschen Flughäfen angeboten. Die vermutlich größte davon war auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt aufgebaut. Bei traumhaften Sommerwetter haben Lars Naber und ich das Wochenende und die Veranstaltung genutzt, dem Flughafen Frankfurt einen Besuch abzustatten. Aus erster Hand erlebten wir die überwältigenden Parkhäuser, die verwirrende Orientierung im Gebäude, eine Fahrt mit der fahrerlosen Bahn, eine freundlich moderierte Besucherterrasse, eine Busrundfahrt, die wirklich ganz nah ans Geschehen heran fährt, ein aufwändig gestaltetes Festgelände, herausgeputzte Klein- und Großflugzeuge, sehr freundliche Menschen und eine atemberaubende Höhenfahrt auf einem Enteisungsfahrzeug. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, wegen der allgegenwärtigen Sicherheitskontrollen auf die Aufzeichnung vor Ort zu verzichten und nur ein nachträgliches Gespräch darüber zu konservieren. Doch der Flughafen bot so viele akustische Erlebnisse, dass ich spontan zum Handy griff, um einige davon zu konservieren. Die Tonqualität dieser Aufnahmen ist leider nicht ganz optimal, aber die gute Stimmung kommt hoffentlich dennoch rüber.

Aufnahmen vom 24. und 25. Juni 2017 – Dauer: 2:35:57

Am Mikrofon Lars Naber und Martin Rützler

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RMN044 GSI Darmstadt TdoT 2017

Woraus besteht die Welt? Woraus bestehen wir? Die Frage nach den kleinsten Teilchen als Grundbausteine unseres Daseins beschäftigt die Menschheit seit Urzeiten. Das ist auch die Frage, die schon Johann Wolfgang von Goethe seinen Protagonisten Faust sagen lässt: „Daß ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“. Aber wie kann diese Frage beantwortet werden? Der aufgeklärte Geist sagt dazu: Durch Wissenschaft und Forschung. Und tatsächlich hat die Erforschung der kleinen und kleinsten Teilchen einen beachtlichen Stellenwert in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Fast immer sind die Maschinen, mit denen man diese kleinsten Teilchen erzeugt, bewegt und zu analysieren versucht, wie zum Trotz, riesige Großforschungsanlagen. Etwa so ein 120 m langer Teilchenbeschleuniger, wie er am Helmholtz-Standort Darmstadt bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) steht. Mit diesem “Unilac” werden Ionen auf eine sehr schnelle Reise geschickt. Die kann entweder am nächsten Detektor enden, oder weitergehen in einer Kaskade anderer Beschleuniger, dabei immer schneller werdend. Bei Kollisionsexperimenten entstehen entweder aufschlussreiche Trümmer oder auch ganz neue Elemente. Manche können sogar in der Tumortherapie erfolgversprechende Strahlentherapien ermöglichen. Das GSI in Darmstadt hatte am 7. Mai 2017 seine Türen geöffnet. Lars Naber und ich versuchten die komplizierten Abläufe der Schwerionenforschung zu verstehen. Tatsächlich haben wir vieles lernen können. Doch es bleiben noch viele Fragen offen. Nicht zuletzt auch die nach dem merkwürdigen Schild auf einem der Schaltschränke des Unilac: „Nicht abschalten! Tesafilmbetrieb!“

Anmerkung:

  • Der englischsprachige Vortrag zur Strahlentherapie wird von Professor Gerhard Kraft gehalten.

Am Mikrofon: Lars Naber, Martin Rützler und viele großartige Spontangäste

Aufnahme vom 07.05.2017 – Dauer: 03:37:27

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RMN043 Polarstern Open Ship 2017

Stürmisch war es an diesem Aprilsonntag auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven. In doppeltem Sinne: Einerseits wehte es tatsächlich mit 6 – 7 Windstärken, andererseits stürmten auch – wie tags zuvor – über 3000 Menschen auf das Gelände, um einmal die „Polarstern“, den deutschen Forschungseisbrecher, aus der Nähe zu bestaunen. Das waren viel mehr Menschen, als das begrenzte Raumangebot auf dem Schiff gefahrlos zugelassen hätte. Und so wurde, genau in dem Moment als Lars Naber und ich dort ankamen, der Weg zum Schiff aus Sicherheitsgründen gesperrt. Damit wären die mehr als 300 km, die wir dafür zurückgelegt hatten, eine vergebliche Reise gewesen. Doch während wir noch mit der Enttäuschung kämpften, stand plötzlich in all diesem Trubel Frau Kinga Jarzynka aus dem „Communications and Media Relations“-Team des Alfred-Wegener-Instituts, das die „Polarstern“ betreibt, vor uns und wirkte ein kleines Wunder. Lars hatte uns glücklicherweise vorher zu diesem “Open Ship”-Wochenende angemeldet und so wurden wir zwei von ihr persönlich beiseite genommen, mit einem Besucherausweis versehen und direkt bis zur Gangway geführt. Danke, Frau Jarzynka, sie haben uns damit sehr glücklich gemacht. Noch ein bisschen durcheinander von diesem „Willkommen“ starteten wir dann einen Rundgang über das Schiff. Wir sahen uns Labore, Wohn- und Sporträume an, warfen einen Blick in den Roten Salon, den Operationsraum und – am Helikopterdeck vorbei – auf die Brücke. Unterwegs durften wir WissenschaftlerInnen und Besatzungsmitgliedern unsere Fragen stellen und haben ausschließlich kompetente und freundliche Antworten bekommen. Hätte man uns am Ende nicht ebenso freundlich von Bord gebeten, wer weiß, vielleicht wären wir noch immer dort.

Korrekturen:

  • Tag der Aufnahme war der 23.04.2017 nicht, wie genannt, der 24.04.2017
  • Die Polarstern ist nicht das einzige deutsche Forschungsschiff, nur – vermutlich – das bekannteste. Es gibt zahlreiche andere wissenschaftlich genutzten Schiffe. Unter anderen sind das Meteor, Sonne, Maria S. Merian, Alkor, Heincke, Elisabeth Mann Borgese.
  • BRZ heißt “Bruttoraumzahl”
  • Die Treppen eines Schiffes heißen “Niedergänge”.
  • von Dr. Thomas Ronge: “die Halbwertszeit für 14C ist ~5730 und nicht 5300 Jahre”

Am Mikrofon: Lars Naber, Martin Rützler und viele großartige Spontangäste

Aufnahme vom 23.03.2017 – Dauer: 2:35:08

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RMN042 Zu Besuch bei Julitta Münch

 

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Was passiert, wenn ich für ein Gespräch nur eine begrenzte Zeit habe? Ich rede schneller. Und was passiert, wenn ich einem meiner Radio-Idole gegenübersitze? Ich rede noch schneller. Tja, nun. – Es war ein wunderbarer Nachmittag, den ich bei Julitta Münch im Schloss Eulenbroich in Rösrath verbringen durfte. Was ich vermutete, hat sich bestätigt. Ich konnte etwas lernen. Lernen, was es heißt, Interviewgespräche auf Augenhöhe zu führen. Und wie wichtig es ist, das Gespräch auch dann nicht abzubrechen, wenn die Kommunikation schwierig wird. Sondern im Gegenteil: Gerade dann kommt es darauf an, einander möglichst unvoreingenommen zuzuhören. Allerdings nicht ohne klare Spielregeln. Respektvoller Umgang in Wort und Tat vorausgesetzt (und eingefordert!), soll jeder seine oder ihre Botschaft verkünden können. So hat es Julitta Münch in unserem Gespräch auf den Punkt gebracht. Sie hat in unzähligen Radiosendungen – in NRW besonders bekannt: “Hallo-Ü-Wagen” – das Gespräch mit dem “ungecasteten” Bürger gesucht und gefunden. Menschen, die wenige Minuten vor der Sendung von ihrer Teilnahme noch nichts ahnten, wirkten darin mit, waren beteiligt. Beteiligt am Gedankenaustausch und an der Diskussion. Sie mit so leichter Hand ins Gespräch einzubinden, ist das besondere Talent von Julitta Münch. Aber es ist vor allem auch Erfahrung, Kampfgeist und sogar eine Prise Demut. Jedenfalls eine Mischung, von der ich mir gern noch sehr viel mehr abgeguckt hätte. Aber die liebe Zeit, sie ging so schnell vorüber. Danke, Frau Münch, er war ein großartiges Erlebnis für mich.

Aufnahme vom 14.02.1017 – Dauer: 1:45:18

Am Mikrofon: Julitta Münch und Martin Rützler

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